Kraft bringt Fitness

Mein Puls ist jenseits der 160, ich schwitze, die Muskeln schmerzen.

Und mein Gehirn funkt nonstop fünf Buchstaben W-A-R-U-M. Warum tue ich mir das alles an?

 Warum quäle ich Kreislauf, Gelenke und Muskeln? Warum treibe ich Sport? Fitness steht für „to be fit for“, also dafür, fähig sein, etwas zu tun. Dabei geht es nicht darum, einen einzelnen Muskelstrang auf maximale Größe zu trainieren, sondern seine motorischen Fähigkeiten und Fertigkeiten für den Alltag zu verbessern. Sprich: Ich will fit sein für alle Anforderungen, die ich im Alltag absolviere. Ich will Sportlichkeit ausstrahlen und möglichst wenig überflüssige Pfunde mit mir herumtragen. Und ich will nicht an den typischen Zivilisationskrankheiten leiden, wie an Rückenschmerzen durch langes Sitzen.

Wer effektiv trainieren will, muss dafür alle motorischen Grundfertigkeiten ansprechen, also Kraft, Ausdauer, Beweglichkeit, Schnelligkeit und Koordination trainieren. Das verlangt nach Abwechslung, nach Steigerung und nach einem richtigen Trainingskonzept.

Wer zum Beispiel Woche für Woche stundenlang auf dem Stepper schwitzt, trainiert ohne Frage Ausdauer, aber kaum mehr die Kraft. Auch Koordination, Beweglichkeit und Schnelligkeit werden dadurch nicht gesteigert und selbst die Fettverbrennung wird immer weniger angekurbelt. Statt Pfunde verliert man die Motivation. Frust, Aufgabe – das war’s dann mit dem sportlichen Leben. Schade, denn mit dem richtigen Training hätte man nur halb so lange schwitzen müssen, um sichtbare Erfolge zu haben.

Gerade jene Menschen, die beruflich stark eingespannt sind und wenig Zeit für Sport haben, sollten effektiv trainieren und in dem Fall ein Kräftigungstraining mit einbauen. Zweimal in der Woche kurz, aber intensiv zu trainieren ist weitaus besser als lang und monoton immer die gleichen Bewegungsmuster zu absolvieren.

Wichtig für ein effektives Training ist auch die richtige Reihenfolge. Aufwärmen, Ausdauer, Kraft –  diese immer noch häufig gelehrte Reihenfolge ist längst überholt. Besser ist es nach dem Aufwärmen sofort mit dem Krafttraining zu beginnen. Der Grund: Beim abschließenden Ausdauertraining ist man dann relativ schnell in der Fettverbrennung, was überflüssige Pfunde viel effektiver schmelzen lässt.

Um die Beweglichkeit zu erhalten, ist Stretching nach wie vor eine effektive Übungsform. Dies gilt aber nur für den Fall, dass keine Probleme mit dem passiven Bewegungsapparat vorliegen. Mein Tipp: Wer wenig Zeit hat, muss nicht nach jedem Training seinen Körper ausgiebig dehnen. Genauso effektiv ist es, unabhängig vom eigentlichen Training einmal in der Woche sich zu dehnen, z.B. daheim nach dem Aufstehen. Oder noch besser: Einmal in der Woche beim Yoga-Kurs mitmachen. Yoga verbessert nicht nur die Beweglichkeit, sondern steigert auch Kraft und Koordination. Und, liebe Männer, wer meint, Yoga sei nur etwas für Frauen, soll es mal selbst versuchen. Der Muskelkater am nächsten Morgen wird euch eines Besseren belehren.

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