Im Sprint zur Fitness

Schnell, schneller, am gesündesten: Ein hochintensives Sprint-Intervalltraining

wirkt sich schon nach kurzer Zeit positiv auf die Gesundheit aus. Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Fakultätfür Biomedizin und Life Science der Universität Glasgow. Untersucht wurden junge, übergewichtige Männer mit einem Bodymaßindex von über 30 kg/m2.

Die Männer unterzogen sich dabei innerhalb von 2 Wochen sechs Trainingseinheiten. Bei jedem Training mussten die Probanden wiederholt Wingate-Tests absolvieren, also auf dem Ergometer vier bis sechs Mal hintereinander jeweils 30 s lang mit maximaler Kadenz und somit maximaler Leistung gegen einen festen Widerstand treten. Zwischen jedem Sprint lagen 4.5 min lockeres Radeln ohne Widerstand. Die Belastungsdauer pro Einheit betrug somit lediglich 2 bis 3 min.

 

Die Forscher stellten fest, dass nach der zweiwöchigen Trainingsphase im nüchternen Zustand die Ruhe-Fettoxidation und die Insulinsensitivität (ein Marker für den Zuckerstoffwechsel und ein Risikofaktor für Diabetes Typ II)  erhöht und der systolische Blutdruck sowie die Ruhe-Kohlenhydratoxidation tiefer als vor der Trainingsphase waren. Zusätzlich erhöhte das Training die durchschnittliche Leistung während der Wingate-Tests und steigerte die maximale Sauerstoffaufnahme signifikant um gut 8%. 

 

Die Studie macht also deutlich, wie positiv sich Intervalltraining in dieser Zielgruppe im Hinblick auf die Stoffwechsel- und Gefäßgesundheit auswirken kann. Allerdings: Vier bis sechs Mal hintereinander 30 s lang mit Maximalgeschwindigkeit/-leistung zu radeln, bedeutete für die Probanden, dass sie wiederholt an ihre Leistungsgrenzen gebracht wurden. Vor Sprint-Intervalltraining ist es deshalb angeraten, sich von einem Arzt auf eventuell versteckte Herz-Kreislauf-Erkrankungen untersuchen zu lassen.

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